Ablauf

Nicht, was wir gelebt haben,
ist das Leben,
sondern das, was wir erinnern,
und wie wir es erinnern,
um davon zu erzählen.

Gabriel García Márquez

Eine Trauerfeier ist nicht nur ein Abschied. Sie kann auch ein Anfang sein – ein erster Schritt auf dem Weg in ein Leben ohne den verstorbenen Menschen.

Im Vorfeld der Feier komme ich gerne zu Ihnen nach Hause oder wir treffen uns an einem Ort, der für Sie und Ihre Erinnerungen von Bedeutung ist – auch gerne im Zuhause des Verstorbenen.

Wenn es für Sie stimmig ist, dürfen Sie mir Bilder oder Erinnerungsstücke zeigen, die Ihnen wichtig sind und die Sie mit dem verstorbenen Menschen verbinden.

In unserem Gespräch ist Raum für alles, was Sie bewegt – für Erinnerungen, Gedanken und auch für intensive Gefühle.

Mit feinem Gespür und offenem Herzen lausche ich dem, was gesagt werden will – und dem, was zwischen den Zeilen mitschwingt.

Zur Vorbereitung auf unser Gespräch sende ich Ihnen vorab einen Fragebogen. Er ist keine Pflicht und keine Abfrage, sondern eine Einladung: innezuhalten, sich zu erinnern, nachzuspüren. Die Gedanken, die dabei entstehen, können eine wertvolle Grundlage für unser Gespräch sein – und helfen, dem Leben Ihres verstorbenen Menschen gemeinsam eine würdige Stimme zu geben.

Meine Rede entsteht auf der Basis Ihrer Erzählungen. Wenn Sie eigene Gedanken oder Texte einbringen möchten, unterstütze ich Sie gerne dabei – ob ich sie in die Rede einbinde oder Sie sie selbst vortragen möchten, entscheiden Sie.

In der Rede darf alles Platz haben, was das Leben dieses Menschen ausgemacht hat – das Leise und das Laute, das Schöne und das Schwierige. Auch ein Schmunzeln darf sein, wenn es aus liebevoller Erinnerung kommt. Und manches, was vielleicht nicht nur hell war, darf zart und respektvoll benannt werden – denn auch das gehört zum gelebten Leben.

Gemeinsam finden wir Impulse für die Gestaltung der Trauerfeier – für Musik, Worte und kleine Rituale, die dem Wesen des verstorbenen Menschen entsprechen und sich für Sie stimmig anfühlen.

Auch religiöse Elemente wie das Vaterunser, Fürbitten oder ein Segen sind möglich.

Am Tag der Trauerfeier bin ich ruhig und verlässlich an Ihrer Seite. Ich halte den Rahmen, schenke Sicherheit – damit Raum bleibt für das, was zählt: Abschied, Erinnerung und stilles Innehalten im Kreis der Verbundenen.

So entsteht ein Abschied, der berührt, erinnert und trösten kann.